İvan Turgenyev

Dichter

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Biografie

Iwan Sergejewitsch Turgenev wurde am 28. Oktober 1818 in der russischen Stadt Orel geboren und verstarb am 3. September 1883 im französischen Bougival.

Turgenev, der im Alter von 65 Jahren starb, gilt als einer der größten Schriftsteller der russischen Literatur. In seinen Werken lenkte er die Aufmerksamkeit auf die Konflikte zwischen Großgrundbesitzern und armen Bauern und spiegelte die sozialen und intellektuellen Strömungen seiner Zeit auf realistische Weise wider. Bereits in jungen Jahren begann er ein Studium an der Moskauer Universität, bevor er an der Universität St.

Petersburg Russisch und Literatur studierte. Nach seinem Abschluss setzte er seine Ausbildung mit einem Philosophiestudium in Deutschland fort. Seine literarische Karriere begann er 1844 mit der Kurzgeschichte „Andrej Kolosov“, die ihm 1852 mit „Aufzeichnungen eines Jägers“ große Bekanntheit einbrachte.

Durch die Freundschaft mit Gustave Flaubert wurde Turgenev zu einem der Vorreiter des Realismus. In seinen Werken setzte er sich mit den Unmenschlichkeiten der Leibeigenschaft, dem Verfall des feudalen Russlands und dem Aufstieg neuer bürgerlich-demokratischer Kräfte auseinander. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1859 wurden die verbliebenen Ländereien unter den Leibeigenen verteilt, was ihm ein beträchtliches Erbe einbrachte.

Diese Umstände ermöglichten ihm, an seinem Meisterwerk „Väter und Söhne“ zu arbeiten. In seinem Privatleben war Turgenev, abgesehen von seiner Jugendliebe zu einer Bäuerin und einem unehelichen Kind, nie verheiratet. Seine Beziehung zu Pauline Viardot, die er in seinen Dreißigern kennengelernt hatte, prägte sein Leben maßgeblich.

Iwan Turgenev starb 1883 in Bougival bei Paris, und gemäß seinem Testament wurde sein Leichnam nach Russland überführt und neben dem Grab von Wissarion Belinski beigesetzt.

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