Biografie
Jacob Grimm wurde am 4. Januar 1785 in der Stadt Hanau im hessischen Landkreis Kassel geboren. Er verstarb am 20.
September 1863 in Berlin im Alter von 78 Jahren. Gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm Grimm ist Jacob Grimm vor allem für seine Märchenanthologien und folkloristischen Arbeiten bekannt. Er war außerdem ein bedeutender Schriftsteller, Sprachwissenschaftler und Jurist.
Die Werke der sogenannten „Grimm-Brüder“ erlangten weltweit große Bekanntheit. Von 1808 bis 1829 arbeitete Jacob Grimm als Bibliothekar in Kassel und begann anschließend eine höhere Position in der Kasseler Bibliothek. Im Jahr 1830 erlangte er den Titel eines Professors.
Zwischen 1837 und 1841 formierte er an der Universität Göttingen eine Gruppe namens „Göttinger Sieben“, um gegen König Ernst August zu protestieren. Diese Gruppe wurde aufgrund von Aktionen, die als schädlich für die Verfassung angesehen wurden, von der Universität ausgeschlossen. Im Bereich der Sprachwissenschaft entwickelte Jacob Grimm die als „Grimmsches Gesetz“ bekannten Regeln, die einen tiefen Einfluss auf die deutsche Sprache hatten.
Die gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm geschaffenen Werke nehmen auch heute noch einen wichtigen Platz in der Kinderliteratur ein. Jacob Grimms persönliche Gegenstände und Bücher sind in der Staatsbibliothek zu Berlin ausgestellt.