Biografie
Jale Parla, geboren am 5. Februar 1945 in Istanbul, ist eine Akademikerin und Literaturkritikerin. Durch tiefgehende Studien zur Literaturtheorie hat sie umfassende Beispiele für Literaturkritik hervorgebracht.
Nach dem Abschluss der Grundschule in Antakya besuchte sie von 1960 bis 1964 das Üsküdar Amerikanische Mädchenlyzeum in Istanbul, wo sie ihre Mittelschulausbildung abschloss. Ihre Schulausbildung beendete sie 1964 am Amerikanischen Kolleg in Arnavutköy und erwarb 1968 ihren Abschluss im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft am Robert College. 1978 erlangte sie ihren Doktorgrad in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Harvard Universität.
Gemeinsam mit Professoren der Bosporus-Universität war sie Herausgeberin des Buches „Die Entstehung der zeitgenössischen Zivilisation“, in dem sie wichtige Beiträge verfasste. Derzeit ist sie als Dozentin im Fachbereich Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Bilgi tätig. Zu ihren bedeutenden Werken zählen unter anderem „Herrschaft, Orientalismus, Sklaverei“, „Die epistemologischen Grundlagen des Tanzimatromans“, „Frauen, Sprache und Denken“, „Balkan Literaturen im Zeitalter des Nationalismus“, „Der Autor und Metamorphose im Türkischen Roman“ sowie „Don Kichot – Interpretation, Kontext, Theorie“.
Am 27. September 2020 wurde Jale Parla mit dem Erdal Öz Literaturpreis ausgezeichnet, welcher ihr für ihre Erfolge in der Verbindung von Akademie und Literatur sowie für ihre originellen Analysen der türkischen Literatur verliehen wurde.