Biografie
Jean de La Fontaine wurde am 8. Juli 1621 in der französischen Stadt Château-Thierry geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten Dichter des 17.
Jahrhunderts und ist besonders als Fabeldichter bekannt. Seine literarische Karriere begann er in jungen Jahren und heiratete 1647 auf Wunsch seines Vaters mit nur 14 Jahren Marie Héricart. Diese Ehe brachte jedoch nicht das erhoffte Glück.
Als die Beziehung zu seiner Frau problematisch wurde, ließ sich La Fontaine in Paris nieder. Die Jahre, die er in Paris verbrachte, spielten eine wesentliche Rolle bei der Formung seiner literarischen Laufbahn. 1654 veröffentlichte er sein erstes Übersetzungswerk "Eunuchus" von Terence und verfasste daraufhin zahlreiche Gedichte und Balladen.
Die Bekanntschaft mit Madame de La Sablière im Jahr 1673 stellte einen Wendepunkt in seinem Leben dar und eröffnete ihm die Möglichkeit, viele berühmte Schriftsteller kennenzulernen. In seinen Werken verlieh La Fontaine Tieren moralische Werte und übte Gesellschaftskritik, indem er einen stilistischen Ansatz zur Unterscheidung von Gut und Böse entwickelte. Insgesamt verfasste er 238 Fabeln, die in 12 Bänden gesammelt wurden.
Sein erstes Buch erschien 1668, das letzte dagegen wurde 1694 veröffentlicht. 1695 wurde er mit seiner poetischen Erzählung "Kontes" in die französische Akademie aufgenommen. Jean de La Fontaine verstarb am 13.
April 1695 in Paris.