Jean Genet

Schriftsteller

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Biografie

Jean Genet wurde am 19. Dezember 1910 in Paris, Frankreich, geboren und starb am 15. April 1986 in derselben Stadt an Kehlkopfkrebs.

Genet, der 76 Jahre alt wurde, ist als Schriftsteller und Dramatiker bekannt. In seinen Werken kritisierte er mit scharfer Zunge die Vorurteile der modernen Welt in den Bereichen Rasse und Gesellschaft. Als uneheliches Kind geboren, wurde er kurz nach seiner Geburt von seiner Mutter im Waisenhaus abgegeben.

Seine Kindheit verbrachte er bei einer Bauernfamilie in der Nähe von Morvan, Burgund. Schon in jungen Jahren begann Genet mit Diebstahl und kam wegen dieser Vergehen mehrfach ins Gefängnis. 1929 verließ er Frankreich und lebte in Barcelona und Marseille, wo er ebenfalls in die Welt des Verbrechens eintauchte.

1942 schrieb er im Gefängnis sein erstes Gedicht und veröffentlichte sein erstes Buch „Notre-Dame des Fleurs“. 1948 wurde Genet wegen Diebstahls und anderer Straftaten zu lebenslanger Haft verurteilt, doch dank wichtiger Literaten, die er traf, erlangte er seine Freiheit zurück. In seinen Werken schilderte er das Leben und den Kampf ausgegrenzter Individuen und wagte es insbesondere, seine homosexuelle Identität sowie die Welt des Verbrechens aufzufangen.

Sein Stück „Der Balkon“ fällt durch die sarkastische Kritik an den Machthabern der Erde auf. Neben seiner literarischen Karriere blieb Jean Genet nicht unberührt von gesellschaftlichen Ereignissen und engagierte sich aktiv bei den Mai-Unruhen von 1968 sowie anderen sozialen Bewegungen.