Biografie
Jean-Paul Marat wurde am 24. Mai 1743 in Boudry, Schweiz, geboren und war ein französischer Wissenschaftler, Arzt, Journalist und Politiker. Während der Französischen Revolution war Marat für seine radikale Haltung bekannt und Mitglied des revolutionären Jakobinerklubs.
Nach seinem Medizinstudium praktizierte er von 1765 bis 1776 als Arzt in England. Er ließ sich von Aufklärungsdenkern wie Jean Jacques Rousseau und Montesquieu inspirieren und setzte sich gegen Despotismus und für die Volksherrschaft ein. 1774 trat er einer Freimaurerloge bei und unterbreitete 1780 Reformvorschläge im Bereich der Gerechtigkeit.
1783 gab er die ärztliche Tätigkeit auf und wandte sich wissenschaftlichen Arbeiten über Optik und Elektrizität zu. Mit dem Beginn der Französischen Revolution 1789 beteiligte er sich an revolutionären Aktivitäten und veröffentlichte die Zeitung 'L'ami du peuple' (Der Freund des Volkes), in der er strenge Strafen für Gegner der Revolution forderte. Marat wurde mit der Unterstützung des Volkes in den Nationalkonvent gewählt und avancierte zu einer der wichtigen Figuren der revolutionären Bewegung.
1790 sah er sich gezwungen, nach London zu fliehen, kehrte jedoch später nach Paris zurück und trat dem Cordeliers-Club bei. Während der Revolution geriet er in Konflikte mit den Girondisten und wurde am 13. Juli 1793 von Charlotte Corday ermordet, als er 50 Jahre alt war.
Nach seinem Tod wurde er von Jacques Louis David porträtiert und Gegenstand des Theaterstücks 'Marat-Sade'.