Biografie
Jean-Paul Sartre wurde am 21. Juni 1905 in Paris, Frankreich, geboren und gilt als berühmter Philosoph und Schriftsteller. Er zählt zu den Pionieren der existenzialistischen Philosophie und ist bekannt für seine philosophischen Romane und Theaterstücke.
Am 15. April 1980 verstarb er im Alter von 75 Jahren in Paris an Lungenödem. Sartre wurde in eine wohlhabende bürgerliche Familie hineingeboren.
Sein Vater, Jean-Bastiste Sartre, war Beamter in der französischen Armee, während seine Mutter die Cousine des Nobelpreisträgers Albert Schweitzer war. In seiner Kindheit erlitt er aufgrund einer Erkrankung einen Sehverlust auf dem rechten Auge, was zu einem auffälligen Schielen führte. Seine Ausbildung begann er in Paris und setzte sie an der Universität Fribourg und am Französischen Institut in Berlin fort.
Schon in jungen Jahren wurde er von den Werken Henri Bergsons beeinflusst, was sein Interesse an der Philosophie steigerte. 1929 schloss er sein Philosophiestudium mit einer Doktorarbeit ab und begann, als Lehrer zu arbeiten. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Meteorologe in der französischen Armee und schloss sich anschließend der Résistance an.
Seine literarische Karriere begann er 1936 mit dem Buch "L'Imaginaire" und veröffentlichte zahlreiche bedeutende Werke wie "Das Sein und das Nichts". 1964 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, den er jedoch ablehnte. Sartre definierte den Existentialismus als Humanismus und bearbeitete diese Philosophie intensiv in seinen Werken.
In den 1970er Jahren, insbesondere während der Ereignisse von 1968, stellte er seine eigenen Ansichten in Frage und bewertete seine intellektuelle Position neu. Durch seine Beiträge in Literatur und Philosophie hat Sartre die Denkweise des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt.