Jean Piaget

Arzt

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Biografie

Jean Piaget wurde am 9. August 1896 in Neuchâtel, Schweiz, geboren und verstarb am 16. September 1980 in Genf im Alter von 84 Jahren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Piaget, sich mit Psychologie zu beschäftigen, nahm an Vorlesungen von Carl Jung in Zürich teil und absolvierte anschließend eine Ausbildung in Logik und psychischen Störungen in Paris. 1918 schloss er seine Promotion in Wissenschaft an der Universität Neuchâtel ab und begann 1921 mit Arbeiten zur Kinderpsychologie. 1929 erlangte er den Titel eines Professors an der Universität Genf und wurde 1940 Leiter des Psychologischen Labors sowie Präsident der Schweizer Psychologischen Gesellschaft.

Im Jahr 1955 gründete er das Internationale Zentrum für Epistemologie in Genf und leitete es. Zu seinen bedeutenden Werken zählen 1924 „Entscheidungsfindung und Denken beim Kind“, 1926 „Die Welt aus Sicht des Kindes“ und 1936 „Die Herkunft der Intelligenz bei Kindern“. Im Jahr 1972 definierte er die vier Phasen der intellektuellen Entwicklung und veröffentlichte 1974 sein Werk „Das Verständnis des Bewusstseins“.

1972 erhielt er den Erasmus-Preis. Piaget gilt als einer der ersten Wissenschaftler, die die Denkweise von Kindern ernst nahmen. Seine Arbeiten, die uns helfen, zu verstehen, wie Kinder ihre Umgebung wahrnehmen, haben zur Entwicklung neuer wissenschaftlicher Disziplinen wie der Entwicklungspsychologie, der kognitiven Theorie und der genetischen Erkenntnistheorie beigetragen.

Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren beobachtete Piaget Kinder und untersuchte ihr Verhalten, wobei er aufdeckte, dass Kinder ganz anders denken als Erwachsene.