Biografie
Jean Racine, am 22. Dezember 1639 in La Ferté-Milon, Frankreich, geboren, war ein berühmter französischer Dichter und Dramatiker. Als eine der herausragenden Persönlichkeiten der französischen Literatur des 17.
Jahrhunderts wird Racine für seine poetische Sprache und die Glaubwürdigkeit seiner Charaktere geschätzt. Seine schulische Laufbahn begann vielversprechend, jedoch wurde er 1661 aufgrund seiner Neigung zur Freizeitgestaltung zu einem verwandten Priester geschickt, um seinem Leben eine Struktur zu verleihen. Da er das Leben dort als langweilig empfand, kehrte er nach Paris zurück und wandte sich der Theaterwelt zu.
1664 schrieb er seine erste Tragödie „La Thebaide“, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg erzielte. 1665 gelang ihm mit dem Werk „Alexandre le Grand“ ein großer Durchbruch. Racine stellte die Helden, die er aus der griechischen Mythologie und der Geschichte auswählte, realistisch dar und thematisierte den Konflikt zwischen Leidenschaft und Vernunft sowie Tugend in seinen Werken.
1673 wurde Racine in die Académie française gewählt und erreichte mit 35 Jahren den Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn. Sein Werk „Phaidra“ wird als Meisterwerk angesehen, und acht Monate nach dieser Veröffentlichung zog er sich vom Theater zurück. In den letzten Jahren seines Lebens erhielt er den Auftrag, die offizielle Geschichte Frankreichs für König XIV.
Louis zu schreiben. Am 21. April 1699 verstarb er im Alter von 60 Jahren in Paris, Frankreich.