Biografie
Johann Gottfried Galle wurde am 9. Juni 1812 im Ort Radis, im Landkreis Kemberg, Deutschland, geboren. Der Astronom, der für seine bedeutenden Entdeckungen bekannt ist, entdeckte am 23.
September 1846 den Planeten Neptun. Diese Entdeckung basierte auf den bahnbrechenden Orbitalberechnungen des französischen Astronomen Urbain Le Verrier, unterstützt durch seinen Schüler Heinrich Louis d'Arrest. Nach seinem Studium der Mathematik und Physik an der Universität Berlin erwarb Galle 1845 den Doktorgrad in Astronomie.
Im Jahr 1851 wurde er zum Professor für Astronomie an der Universität Breslau ernannt und übernahm die Leitung der Sternwarte, die er bis 1897 leitete. Während seiner über 45-jährigen Tätigkeit in Breslau leistete Galle bedeutende Beiträge zur Bestimmung der Planetenbahnen, zur Höhe der Auroren und zur Berechnung der Wege von Meteoriten. Er veröffentlichte mehr als 200 Werke und beobachtete die Durchgänge des Halleyschen Kometen sowie des Encke-Kometen.
Im Jahr 1857 heiratete er C. E. M.
Regenbrecht und hatte mit ihr zwei Söhne, Andreas Galle und Georg Galle. Seine Frau verstarb 1887. Johann Gottfried Galle starb am 10.
Juli 1910 in Potsdam, Deutschland, im Alter von 98 Jahren. Die nahegelegene Stadt Gräfenhainichen errichtete 1977 ein Denkmal zu seinen Ehren, und sowohl auf dem Mond als auch auf dem Mars wurden Krater nach ihm benannt. Zudem wurde der Asteroid 2097 Galle und der Ring des Neptun zu seinen Ehren benannt.