Biografie
Johann Gottfried Herder wurde am 25. August 1744 in der Stadt Morag in Preußen geboren und verstarb am 18. Dezember 1803 in Weimar, Deutschland.
Der 59 Jahre alte Herder gilt als ein bedeutender deutscher Denker und einer der Begründer der echten Geschichtsphilosophie. Seine Ausbildung begann er an der Universität Königsberg, brach aber das Medizinstudium ab, um sich der Theologie zuzuwenden. Während dieser Zeit arbeitete er als Prediger und reiste später nach Paris, wo er mit Enzyklopädisten in Kontakt kam.
Im Jahr 1771 wurde er zum Hofprediger am Schloss Buckeburg in Braunschweig ernannt und 1772 auf Einladung von Johann Wolfgang von Goethe an den Hof des Weimarer Herzogs berufen. Herder hinterließ bedeutende Werke in den Bereichen Literatur, Poesie, sprachliche und kulturelle Beziehungen, nationale Ideale und Geschichtsphilosophie. Seine Auffassung von Geschichte hebt die Individualität des Menschen hervor, anstatt allgemeine Eigenschaften zu betonen.
Zudem unterschied er zwischen natürlicher und künstlicher Poesie und definierte natürliche Poesie als die Poesie der jungen Menschheit. Zu seinen Hauptwerken zählen 'Über die Neuere Deutsche Literatur', 'Kritische Wâlder', 'Auch Eine Philosophie der Geschichte', 'Volkslieder', 'Stimmen der Völker in Liedern' und 'Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit'.