Biografie
Johann Gottlieb Fichte wurde am 19. Mai 1762 in der Stadt Rammenau in Deutschland geboren und war ein bedeutender Philosoph. Schon in jungen Jahren erhielt er eine Ausbildung unter der Schirmherrschaft eines wohlhabenden Barons, während der er mit der Philosophie von Immanuel Kant in Kontakt kam.
Mit 18 Jahren zog er nach Jena, um Theologie zu studieren, wo er Kants Werke eingehend analysierte und seine eigenen philosophischen Ansichten entwickelte. Mit seinem 1792 veröffentlichten Werk „Versuch Einer Kritik Aller Offenbarung“ erregte Fichte Kants Aufmerksamkeit und erlangte dadurch Bekanntheit. 1793 heiratete er Johanna Rahn, aus dieser Ehe ging sein Sohn Immanuel Hermann Fichte hervor.
Im Jahr 1794 wurde er zum Professor für Philosophie an der Universität Jena ernannt, sah sich jedoch 1799 aufgrund des Vorwurfs des Atheismus gezwungen, sein Amt niederzulegen. Anschließend zog er nach Berlin, wo er Vorlesungen mit dem Titel „Sprüche an die deutsche Nation“ hielt. Fichte wurde bekannt durch seine Schriften zur Gedankenfreiheit und leistete einen Beitrag zur Entstehung des deutschen Nationalbewusstseins.
Am 27. Januar 1814 starb er in Berlin im Alter von 52 Jahren an Typhus.