Biografie
Johann Philipp Reis wurde am 7. Januar 1834 in Gelnhausen, Deutschland, geboren und starb am 14. Januar 1874 ebenfalls in Gelnhausen an Tuberkulose.
Reis, der im Alter von 40 Jahren verstarb, war ein autodidaktischer Wissenschaftler und Erfinder. Im Jahr 1861 erfand er das erste Schalttelefon, das heute als Reis-Telefon bekannt ist. Diese Erfindung gilt als das erste Gerät, das Schall über elektronische Signale überträgt.
Reis wird auch als derjenige anerkannt, der den Begriff „Telefon“ prägte. Seine Ausbildung begann er an einer staatlichen Schule in Gelnhausen und setzte sie an der JF Beyerbach Schule in Frankfurt fort, wo er privaten Unterricht in Mathematik und Physik erhielt sowie an einem Handelsschulmechanikunterricht teilnahm. Nach dem Abschluss seiner Militärdienstes im Jahr 1855 wandte er sich der Lehrtätigkeit zu.
1859 heiratete er und zog kurz darauf nach Friedrichsdorf, wo er als Lehrer zu arbeiten begann. Bei der Entwicklung seines Telefonprototyps nutzte Reis ein Gerät, das Schallwellen in elektrische Impulse umwandelt. Allerdings war seine Erfindung aufgrund der technologischen Beschränkungen der damaligen Zeit wirtschaftlich nicht erfolgreich.
Reis arbeitete kontinuierlich daran, die Signalübertragung seines Telefons zu verbessern und führte zahlreiche Experimente mit verschiedenen Prototypen durch. Gegen Ende der 1860er Jahre, als ihm bewusst wurde, dass sein Erfindung finanziell nicht erfolgreich sein würde, wandte er sich anderen Experimenten zu. Während seines Lebens zeichnete Reis sich durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten aus und gilt als bedeutender Pionier im Bereich der Telekommunikation.