John Berger

Schriftsteller

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Biografie

John Berger wurde am 5. November 1926 in London, England, geboren und verstarb am 2. Januar 2017 in Paris, Frankreich, im Alter von 90 Jahren.

Als einer der einflussreichsten Kunstkritiker seiner Zeit, der auf Englisch schrieb, war Berger auch Drehbuchautor, Dokumentarautor und Romancier. Nach seinem Dienst in der Armee erhielt er ein Stipendium und trat in die Chelsea School of Art ein. Seine Karriere begann er als Maler und nahm gegen Ende der 1940er Jahre an zahlreichen Ausstellungen in London teil.

Zwischen 1948 und 1955 begann er, Kunstunterricht zu geben und entwickelte sich zum Kunstkritiker. Sein marxistisch-humanistischer Blickwinkel führte dazu, dass er anfangs seiner Karriere umstrittene Positionen einnahm. 1958 erschien sein erster Roman „Ein Maler unserer Zeit“ (A Painter of Our Time), der aufgrund seiner Realitätsdarstellung, die selbst linke Kreise erzürnte, zwei Wochen nach der Veröffentlichung verboten wurde.

Die 1972 im BBC ausgestrahlte Fernsehsendung „Sehen lernen“ (Ways of Seeing) verlieh der Kunstkritik eine ganz neue Dimension. Im Jahr 1972 wurde Berger für seinen Roman „G“ mit dem Booker-Preis ausgezeichnet und erwähnte in seiner Dankesrede, dass er die Hälfte des Preises an die Black Panther gespendet habe. Nach diesem Vorfall galt er als eine der radikalsten Persönlichkeiten in Großbritannien und zog nach Frankreich.

Zu seinen weiteren bedeutenden Werken, die vor allem gesellschaftliche Merkmale aufweisen, zählen „Der glückliche Mensch“ (A Fortunate Man), „Der siebte Mann“ (A Seventh Man) und „Picassos Erfolg und Misserfolg“ (The Success and Failure of Picasso). Berger hat mit seiner einzigartigen Perspektive auf die moderne Kunstkritik zahlreichen Autoren und Künstlern Inspiration geboten.