Biografie
John Maynard Keynes wurde am 5. Juni 1883 in Cambridge, England, geboren. Als angesehener Ökonom widmete Keynes sein Leben der Überwindung wirtschaftlicher Krisen.
Sein Ziel war es, sowohl die wirtschaftlichen als auch die sozialen Bedingungen der Menschen in seinem Land und weltweit zu verbessern. Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie, erhielt Keynes seine Ausbildung an der University of Cambridge, wo er auch einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften erlangte. Im Jahr 1908 kehrte er als Dozent an die Universität zurück.
Während des Ersten Weltkriegs arbeitete er als Berater im britischen Finanzministerium, wo sein ökonomisches Genie deutlich wurde. Sein 1919 veröffentlichtes Buch "Die wirtschaftlichen Folgen des Friedens" kritisierte die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der damaligen Zeit und fand große Beachtung. 1936 veröffentlichte er sein Werk "Die Allgemeine Theorie von Beschäftigung, Zins und Geld", in dem er gegen die klassischen ökonomischen Theorien argumentierte und forderte, dass der Staat in die Wirtschaft eingreifen müsse.
Während des Zweiten Weltkriegs leitete er die britische Delegation auf der Bretton-Woods-Konferenz und war maßgeblich an der Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Weltbank beteiligt. John Maynard Keynes verstarb am 21. April 1946 im Alter von 63 Jahren an einem Herzinfarkt in Sussex, England.
Seine interventionistischen Politiken im Kampf gegen wirtschaftliche Stagnation legten den Grundstein für die keynesianische Wirtschaftstheorie, die bis heute nachhallt.