Biografie
John McCarthy wurde am 4. September 1927 in Boston, USA, geboren und verstarb am 24. Oktober 2011 im Alter von 84 Jahren in Stanford, Kalifornien.
Seine Jugend verbrachte McCarthy sowohl in Boston als auch in Los Angeles. Er war ein intelligenter Mensch und schloss die Bolment High School zwei Jahre früher ab. 1944 wurde er am California Institute of Technology (Caltech) angenommen, wo er dank seines Interesses an Mathematik in jungen Jahren bedeutende Fortschritte machte.
Nach seinem Abschluss 1948 an Caltech promovierte er in Mathematik an der Princeton University und erhielt 1951 seinen Doktortitel. McCarthy war als Dozent an den Universitäten Princeton, Dartmouth, MIT und Stanford tätig. 1955 wurde er dort zum Assistenzprofessor ernannt und erhielt 1962 den Titel eines Professors.
Er ist bekannt als einer der Erfinder des Begriffs Künstliche Intelligenz sowie der Programmiersprache Lisp. Darüber hinaus popularisierte er das Konzept des Zeitteilens und entwickelte eine Methode zur Müllabfuhr in Computersystemen. McCarthy gilt als einer der „Väter“ der künstlichen Intelligenz.
1961 war er der erste, der die Idee der unterstützenden Informatik einbrachte. 1966 entwickelte er eine Schach-KI in der Sowjetunion. McCarthy war dreimal verheiratet; seine zweite Frau Vera Watson verstarb 1978 während einer Bergwanderung.
Später heiratete er die Informatikerin Carolyn Talcott. McCarthy, der sich als Atheist bezeichnete, wuchs in seiner Jugend als Kommunist auf, entwickelte sich aber später zu einem konservativen Republikaner.