Biografie
Jorge Luis Borges wurde am 24. August 1899 in Buenos Aires, Argentinien, geboren und starb am 14. Juni 1986 in Genf, Schweiz.
Er verstarb im Alter von 87 Jahren und war ein argentinischer Schriftsteller, Dichter und Essayist. In der Literaturwelt gilt er als einer der bedeutendsten Vertreter des Magischen Realismus. Seine akademische Laufbahn begann er am Calvin College in Genf, wo er Französisch, Latein und Deutsch lernte.
Bis 1919 lebte er mit seiner Familie in Genf und ließ sich anschließend in mehreren Städten Spaniens nieder. In dieser Zeit entwickelte er seine Leidenschaft fürs Schreiben und verfasste sein erstes Gedicht, inspiriert von Walt Whitman. Nach seiner Rückkehr nach Argentinien veröffentlichte Borges 1923 seinen ersten Gedichtband mit dem Titel 'Fervor de Buenos'.
Im Jahr 1929 erschien sein Buch 'San Martin Defteri', gefolgt von der Erzählreihe 'Die universelle Geschichte der Gemeinheit', die 1934 veröffentlicht wurde. Mit der Erzählung 'Ein Blick auf Al-Motasim' aus dem Jahr 1935 entwickelte er seinen eigenen Stil und gab ein frühes Beispiel für den Magischen Realismus. Im Jahr 1946 wurde er nach dem Regierungsantritt von Juan Perón entlassen und bereiste in dieser Zeit mehrere Länder.
1955 übernahm er die Leitung der Nationalbibliothek von Argentinien und gewann 1961 gemeinsam mit Samuel Beckett den Internationalen Verlegerpreis. 1973 kehrte er nach Genf zurück, nachdem Perón wieder an die Macht gekommen war, und veröffentlichte dort sein Werk 'Das Buch der Sand'. Borges starb 1986 an Leberkrebs.