Josef Thorak

Bildhauer

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Biografie

Josef Thorak wurde am 7. Februar 1889 in Salzburg, Österreich, geboren. Seine Mutter, Mathilde Emig, war eine wichtige Stütze in seiner frühen Entwicklung.

Schon im Alter von 14 Jahren begann Thorak mit der Töpferei und erhielt gleichzeitig eine Ausbildung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. 1910 nahm er sein Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien auf, wo er von renommierten Künstlern wie Josef Breitner, Prof. Josef Müllner und Anton Harnak unterrichtet wurde.

Aufgrund seiner künstlerischen Erfolge wurde er 1914 mit der Goldenen Staatsmedaille verliehen. Ab 1920 arbeitete er als freischaffender Bildhauer und erhielt 1928 den Staatspreis der Preußischen Akademie der Künste. Thorak erlangte Bekanntheit durch die Skulptur „Der sterbende Krieger“, die 1922 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg Gefallenen geschaffen wurde.

Ab 1933 zählte er zu den offiziellen Bildhauern des nationalsozialistischen Deutschlands und schuf in seinem großflächigen Atelier in München Skulpturen, die den Vorgaben der Regierung entsprachen. Zu diesen Arbeiten gehören auch die Skulpturen im Olympiastadion von Berlin für die Olympischen Sommerspiele 1936. In der Türkei übernahm Thorak 1936 den Bau des Güven-Denkmals in Ankara, dessen Rückseite das Porträt von Mustafa Kemal Atatürk zeigt.

Er wurde zudem mit der Anfertigung von Büsten Atatürks für mehrere öffentliche Gebäude in der Türkei beauftragt. Ab 1937 war er als Lehrbeauftragter an der Münchener Akademie der schönen Künste tätig. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele seiner Werke zerstört.

Josef Thorak starb am 25. Februar 1952 in Bad Endorf, Deutschland, im Alter von 63 Jahren an einem Asthmaanfall.