Biografie
Kim Il-sung wurde am 15. April 1912 im Stadtteil Mangyongdae von Pyongyang, Nordkorea, geboren. Als erster Präsident Nordkoreas regierte er das Land von 1948 bis 1994 und hatte somit 46 Jahre lang die Macht.
Er stammte aus einer Arbeiterfamilie; seine Mutter, Kang Pan-sok, und sein Vater, der Lehrer Kim Hyung-jik, prägten seine Kindheit. Unter dem Geburtsnamen Kim Song-ju erhielt Kim Il-sung in jungen Jahren seine Ausbildung in der Mandschurei, wo er mit der Kommunistischen Partei Chinas in Kontakt kam. 1931 trat er der Koreanischen Arbeiterpartei bei und schloss sich der Armee an, um gegen die Japaner zu kämpfen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss er seine Ausbildung in der Sowjetunion ab und trat 1945 in die Rote Armee ein. 1948 wurde er zum ersten Präsidenten Nordkoreas ernannt und verfolgte eine von sowjetischer Unterstützung geprägte Führungsweise. Im Jahr 1950 begann er den Koreakrieg mit einem Angriff auf Südkorea, jedoch zerplatzten am Ende des Krieges seine Träume von einer Wiedervereinigung.
Während seiner Regierungszeit führte er verschiedene Reformen durch, um Nordkorea in einen industrialisierten und militärisch starken Staat zu verwandeln. 1965 nahm er die Juche-Ideologie an und machte diese zur offiziellen Doktrin des Landes. Kim Il-sung starb 1994 im Alter von 82 Jahren an einem Herzinfarkt, und nach seinem Tod übernahm sein Sohn Kim Jong-il die Regierung.
Sein Leichnam wird im Kumsusan-Palast der Sonne einbalsamiert ausgestellt.