Biografie
Lale Oraloğlu wurde am 28. September 1924 in Izmir geboren und zog in sehr jungen Jahren mit ihrer Familie nach Istanbul. Ihre schulische Laufbahn begann an der Nişantaşı Mittelschule, gefolgt von dem Lycée Notre Dame de Sion, dem Beşiktaş Atatürk Anadolu Lisesi und dem Deutschen Gymnasium.
Während ihrer Schulzeit errang sie Erfolge im Sport, darunter den Titel der Schwimmmeisterin über 400 Meter sowie den zweiten Platz im Kugelstoßen in der Türkei. Sie war Kapitänin des Galatasaray Frauen-Ruderteams und wurde zwischen 1951 und 1957 Istanbul- und Türkei-Meisterin im Rudern. Nach einem Jahr an der Juristischen Fakultät wurde Lale Oraloğlu 1951 durch Muhsin Ertuğrul entdeckt und startete ihre professionelle Schauspielkarriere mit dem Stück „Yarış“ auf der Kleinen Bühne. In dieser Zeit arbeitete sie auch als Journalistin für die Galatasaray Spor Dergisi sowie die Zeitungen İstanbul Ekspres und Yeni Sabah.
1957 nahm sie als Journalistin an den Filmfestivals in Cannes und Venedig teil. Während ihrer Schauspielkarriere wirkte sie in 35 Spielfilmen mit und gilt als eine der ersten weiblichen Regisseure in der Türkei. 1960 gründete sie das Oraloğlu Theater, das sie 1987 schloss. Trotz finanzieller Schwierigkeiten, die sie durch hohe Schulden belasteten, hielt sie an ihrem Theater fest und führte aus Protest Hungerstreiks im Namen der Theaterehren durch.
Außerdem arbeitete sie als Lehrerin an der Selçuk Universität in Konya. Lale Oraloğlu war dreimal verheiratet; ihr erster Ehemann war der Journalist Ali Oraloğlu, aus dieser Ehe hatte sie eine Tochter namens Alev Oraloğlu. Ihr zweiter Ehemann war Gürdal Onur.
Sie verstarb am 15. Januar 2007 im Alter von 83 Jahren an einem Schlaganfall.