Leconte de Lisle

Dichter

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Biografie

Leconte de Lisle wurde am 22. Oktober 1818 in Saint-Paul auf der Insel Réunion, Frankreich, geboren. Sein Vater war ein ehemaliger Chirurg, der im Militär diente.

Seine Schulbildung begann in Rennes, und 1832 kehrte er nach Réunion zurück. 1837 zog er nach Paris, um Rechtswissenschaften zu studieren, und kehrte nach Abschluss seines Studiums für einen kurzen Zeitraum nach Réunion zurück. Im Jahr 1845 ließ er sich in Paris nieder.

Als bedeutender Vertreter der Parnassianer-Bewegung prägte er seine literarische Karriere entscheidend. 1856 wurde er von der Académie Française ausgezeichnet, und 1857 heiratete er Anne Adélaide Perray. Obwohl Leconte de Lisle ein leidenschaftlicher Republikaner war, nahm er im Zeitalter von Napoleon III.

die ihm angebotenen Pensionen und Auszeichnungen des Kaisers an. Dies wurde nach dem Sturz des Zweiten Kaiserreichs negativ gewertet. Zu seinen Werken zählen Gedichtsammlungen wie 'Poèmes Antiques', 'Poèmes Barbares' und 'Poèmes Tragiques'.

Darüber hinaus ist er auch für seine Übersetzungen klassischer griechischer Werke wie der 'Ilias' und der 'Odyssee' bekannt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als Reaktion auf die Sentimentalität und den Individualismus der Romantiker, setzte er sich als Vertreter der Parnassianer dafür ein, antike Mythen in seinen Gedichten präzise darzustellen.

Leconte de Lisle verstarb am 17. Juli 1894 in Voisins-le-Bretonneux, Frankreich, im Alter von 76 Jahren.