Biografie
Leonidas da Silva wurde am 6. September 1913 in der Stadt Rio de Janeiro, Brasilien, geboren. Seine Karriere im Fußball begann er beim Clube de Regatas São Cristóvão und wechselte 1933 zu C.A.
Peñarol in Uruguay. Ein Jahr später setzte er seine Laufbahn beim brasilianischen Club Vasco da Gama fort. 1934 folgte der Wechsel zu Botafogo und ein Jahr darauf ging er zu Flamengo.
Bis 1941 zählte er zu den besten Spielern bei Flamengo und stach als einer der wenigen schwarzen Spieler seiner Zeit hervor. 1942 wechselte er zu São Paulo, wo er bis 1950 spielte. Mit der brasilianischen Nationalmannschaft nahm Leonidas an zwei Weltmeisterschaften teil und wurde 1938 mit seinen 7 Toren Torschützenkönig.
Er gilt als der Erfinder des Fallrückziehers, einer der ästhetischsten und anspruchsvollsten Bewegungen im Fußball. Diese Technik führte er erstmals am 24. April 1932 in einem Spiel zwischen Bonsucesso und Carioca vor.
Als er den Fallrückzieher bei der Weltmeisterschaft ausführte, erhob sich das gesamte Publikum. Dieser spektakuläre Schuss hat sich in das Fußballvokabular eingeprägt. Europäische Zeitungen verliehen ihm die Spitznamen „Schwarzer Diamant“ und „Gummimann“.
Nach dem Ende seiner Karriere im Jahr 1950 arbeitete er als Fußballkommentator. Leonidas da Silva verstarb am 24. Januar 2004 in São Paulo im Alter von 90 Jahren.
Zu seinen Ehren gibt es in Brasilien einen Schokoladenhersteller mit dem Namen „Diamante Negro“.