Biografie
Luigi Pirandello wurde am 28. Juni 1867 in Agrigento, einer wohlhabenden Stadt in der Region Sizilien, Italien, geboren. Sein Vater betrieb ein Schwefelwerk in Sizilien.
Nach dem Abschluss der Oberschule in Palermo studierte er von 1888 an Philosophie und Philologie an den Universitäten von Rom und Bonn und schloss sein Studium erfolgreich ab. In seinen Studienjahren veröffentlichte er seine ersten Gedichte und Geschichten in verschiedenen Zeitschriften. 1891 erlangte er den Doktortitel und kehrte 1892 nach Rom zurück, um in Literaturzeitschriften zu arbeiten.
1894 heiratete er die Sizilianerin Maria Antonietta Portulano und aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor. Im Jahr 1903 kam es zu einer Flutkatastrophe, die sein Vaterwerk zerstörte, woraufhin seine Frau eine halbseitige Lähmung erlitt. Diese Situation hinterließ tiefgreifende Spuren in Pirandellos Leben und inspirierte ihn 1904, seinen ersten Roman „Il fu Mattia Pascal“ zu schreiben.
1919 sah er sich gezwungen, seine Frau in eine psychiatrische Klinik einzuweisen, was ihn stark belastete. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann er mit dem Schreiben von Dramen und wurde 1907 zum Professor an der pädagogischen Akademie in Rom ernannt.
Mit 50 Jahren konzentrierte er sich intensiver auf seine Theaterarbeiten und schrieb 1917 sechs Stücke. 1925 gründete Pirandello mit Unterstützung Benito Mussolinis das Teatro d'Arte und ging auf Tournee durch Europa. 1934 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen, und am 10.
Dezember 1936 verstarb er im Alter von 69 Jahren an Lungenentzündung in Rom. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und sind unter dem Titel „Novelle Per Un Anno“ in 15 Bänden zusammengestellt. Pirandello leistete bedeutende Beiträge zum modernen Drama und erlangte großen Ruhm mit seinem Werk „Sechs Personen suchen einen Autor“.