Biografie
M. Stanley Whittingham wurde am 22. Dezember 1941 in Nottingham, England, geboren.
Nach seiner Schulzeit an der Stamford School in Lincolnshire von 1951 bis 1960 begann er 1960 sein Chemiestudium an der Universität Oxford, wo er 1964 seinen Bachelor-Abschluss erlangte. Sein Masterstudium schloss er 1967 ab, gefolgt von der Promotion an der Universität Oxford im Jahr 1968. Von 1972 bis 1984 arbeitete Whittingham bei Exxon Research & Engineering Company.
Anschließend trat er als Professor an der Binghamton University in Erscheinung, wo er zudem fünf Jahre lang als Dekan tätig war. Darüber hinaus bekleidete er sechs Jahre lang die Position des Vizepräsidenten der Forschungsstiftung der New York State University. Aktuell setzt Whittingham seine Arbeit als Professor für Chemie sowie Materialwissenschaften und -technik an der Binghamton University fort und hat durch die Entdeckung des Konzepts der Interkalationselektroden eine wesentliche Rolle in der Entwicklung von Lithiumbatterien gespielt.
Für seine Mitwirkung an der Erfindung von Lithium-Ionen-Batterien wurde er 2019 zusammen mit Akira Yoshino und John B. Goodenough mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet, der mit einem Geldpreis von 9 Millionen Schwedischen Kronen (ca. 1 Million Dollar) verbunden war.
Für seine Beiträge zur Wissenschaft und Technologie erhielt Whittingham zahlreiche Auszeichnungen, darunter den IBA Yeager Award im Jahr 2012 und den Turnbull Award im Jahr 2018. Zudem wurde er 2015 in die Nationale Ingenieursakademie gewählt. Er hält Patente für 16 verschiedene Erfindungen.
M. Stanley Whittingham ist mit Dr. Georgina Whittingham, einer Professorin für Spanisch an der New York State University, verheiratet.