Biografie
Mahmut Tali Öngören wurde am 28. März 1931 in Istanbul geboren und ist als türkischer Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor bekannt. Er hatte das Amt des ersten Leiters der Fernsehprogrammdirektion von TRT inne und leistete wesentliche Beiträge zur Entwicklung des Fernsehens in der Türkei.
Nach seinem Abschluss am Robert College in Istanbul im Jahr 1951 setzte er seine akademische Laufbahn an der Columbia University in den USA fort, wo er 1955 sein Studium im Bereich Rundfunk- und Fernsehwesen abschloss. Danach unterrichtete er an der Fakultät für Politikwissenschaften der Ankara Universität und an der Hochschule für Presse und Publikation der Gazi Universität. Während der Militärputschzeit am 12.
September wurde seine Lehrtätigkeit beendet, und er wandte sich lange Zeit an die Justiz, um seine Rechte einzufordern. 1989 trat er in den Ruhestand. Mahmut Tali Öngören gründete 1973 die erste Sinematek in der Türkei und initiierte 1988 das Internationale Filmfestival Ankara.
Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Menschenrechtsvereinigung, des Verlagshauses Dayanışma und der Stiftung für Menschenrechte in der Türkei. In den 1990er Jahren unterstützte er Projekte zur Förderung des kulturellen Dialogs zwischen der Türkei und Deutschland. Zudem verfasste er Kolumnen in den Zeitungen Cumhuriyet und Milliyet und veröffentlichte 12 Bücher.
Am 13. Oktober 1999 verstarb er im Alter von 68 Jahren in Istanbul. Zu seinem Andenken werden den Absolventen der Kommunikationsfakultät der Universität Ankara die „Öngören Stipendien“ vergeben und der „Öngören - Demokratie- und Menschenrechtspreis“ verliehen.