Biografie
Manuel Charr wurde 1984 in der libanesischen Stadt Beirut geboren. Ursprünglich syrischer Abstammung, verlor Charr während des Krieges in Syrien 1997 seinen Vater und floh mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Deutschland. In Deutschland aufgewachsen, begann er hier seine Boxkarriere und etablierte sich als bedeutender Akteur in der Profiboxwelt.
2017 gewann er den WBA-Schwergewichtsmeistertitel in einem Kampf gegen den russischen Boxer Alexander Ustinov und wurde Weltmeister. Während seiner Karriere trat Charr insgesamt 34 Mal in den Ring und ging dabei 30 Mal als Sieger hervor. Allerdings wurde er 2015 in einem Dönerladen während des Essens in einem bewaffneten Überfall am Bauch verletzt.
Nach diesem Vorfall gelang es ihm, sich schnell zu erholen, und er sorgte für Aufsehen, indem er zwei Jahre lang als Weltmeister aktiv blieb. Charr äußerte auch den Wunsch, die türkische Staatsbürgerschaft zu erwerben und seinen gewonnenen Gürtel Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu schenken. Zudem betonte er, viele türkische Freunde in Deutschland zu haben und plante, zusammen mit seiner Frau eine Wohnung in der Türkei zu kaufen.