Biografie
Martin Niemöller wurde am 14. Januar 1892 in der Stadt Lippstadt im westfälischen Deutschland geboren. Sein vollständiger Name ist Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller.
Der deutsche Theologe ist bekannt für seinen Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 diente er als U-Boot-Kommandant in der deutschen Marine. Nach dem Krieg erhielt er eine theologische Ausbildung während der Weimarer Republik und wurde 1931 als Pfarrer in die protestantische Kirche in Berlin-Dahlem berufen.
Bis 1937 war er dort tätig und stellte sich während dieser Zeit der Einflussnahme des Nazi-Regimes auf die Kirchen entgegen, indem er Leiter der Bekennenden Kirche wurde. Niemöller, der zuvor Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei war, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. In den Jahren 1935 und 1937 wurde er verhaftet und verbrachte Zeit in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau.
Mit dem Ende des Krieges im Jahr 1945 wurde er befreit und kehrte zur Kirche zurück. 1947 wurde er Vorsitzender der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und von 1961 bis 1968 Präsident des Weltkirchenrates. Niemöller, der eine friedliche Haltung entwickelte, erhielt 1966 den Lenin-Friedenspreis.
Am 20. April 1919 heiratete er Else Bremer, mit der er sechs Kinder hatte. Martin Niemöller starb am 6.
März 1984 im Alter von 92 Jahren in Wiesbaden, Deutschland.