Biografie
Matild Manukyan wurde am 29. April 1914 in Paris, der Hauptstadt Frankreichs, in eine alte aristokratische Familie geboren. Ihre Familie war 1913 aus Armenien geflohen, um den politischen Unruhen dort zu entkommen.
Nachdem die Familie beschlossen hatte, ihr Leben in Istanbul fortzusetzen, begann Matild ihre Ausbildung an der Armenischen Schule in Balat und schloss später die Notre Dame de Sion Schule erfolgreich ab. Ihre ersten Schritte machte Manukyan im Bereich der Schneiderkunst und wurde rasch zu einer der bekanntesten Schneiderinnen in Istanbul. Sie lernte ihren ersten Ehemann, Aram Çilingir, kennen und heiratete ihn, leider hielt diese Verbindung nicht lange. In den von den Schrecken des Zweiten Weltkrieges geprägten Jahren musste sie den Verlust sowohl ihres Ehemannes als auch ihres materiellen Wohlstands verkraften.
Aus erster Ehe stammt ihr Sohn Kerope, der jedoch 2020 verstarb. Im Jahr 1937 heiratete sie Dropier Gabriel, konnte jedoch aus dieser Ehe keine Kinder bekommen. Matild trat mit dem Erbe von Immobilien in Karaköy in die Geschäftswelt ein und erwarb im Laufe der Zeit den Titel einer Steuerrekordhalterin. Bis zum Jahr 1963 betrieb sie 14 Bordelle und wurde während dieser Zeit mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Doch ihr Leben erhielt im Jahr 1995 durch einen Übergriff einen tiefen Einschnitt, und sie musste längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden.
Am 17. Februar 2001 erlag sie einem Herzinfarkt. Ihre Beerdigung fand in der Kirche Üçhoran in Beyoğlu statt, und sie wurde auf dem armenischen Friedhof in Şişli beigesetzt. Matild Manukyan hinterließ ein beträchtliches Vermögen und viele Erinnerungen, widmete sich in ihren letzten Jahren jedoch wohltätigen Zwecken.
Sie machte es sich zur Aufgabe, bedürftigen Schülern zu helfen, und hatte durch ihre Spenden an verschiedene Stiftungen einen bedeutenden Einfluss auf die Gesellschaft.
Familie
Beziehungsstatus
Todesumstände
İstanbul