Biografie
Mehveş Emeç wurde am 29. August 1963 in Istanbul geboren und ist eine Pianistin sowie Akademikerin. Ihre musikalische Laufbahn begann im Alter von vier Jahren, als sie mit dem Klavierspielen unter Anleitung ihrer Mutter Bilge Emeç, einer Pianistin, startete.
1968 trat sie in das Istanbul Konservatorium ein und wurde Schülerin von Ferdi Ştatzer. Mit neun Jahren gab sie ihr erstes Orchesterkonzert und ein Jahr später folgte ihr erstes Konzert als Solistin. Emeç schloss das Konservatorium im Alter von 14 Jahren ab und setzte 1980 ihr Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst-Mozarteum in Salzburg, Österreich, fort.
Nach ihrem Abschluss im Jahr 1988 wurde sie zur Ravel Akademie in Frankreich eingeladen, wo sie im Rahmen eines Wettbewerbs, an dem sie als Vertreterin der Türkei teilnahm, den Titel „Bester Ravel-Interpret“ gewann. Ihr Masterstudium absolvierte sie ebenfalls an der gleichen Institution und schloss anschließend ihre Doktorarbeit ab. Im Jahr 2004 erhielt Emeç den Titel einer außerordentlichen Professorin an der Marmara Universität und wurde 2014 zur Professorin ernannt.
Ihre pädagogischen Arbeiten konzentrierten sich auf die Orff-Schulwerk-Pädagogik, und sie hat in- und ausländische Bildungsinstitutionen mit vielen Lehrern an Projekten zur „Grundlagen musikalischer und bewegungsbezogener Erziehung bei Kindern“ zusammengearbeitet. 1990 zog sie auf Einladung der berühmten Pianistin Maria Curcio nach London und war bis zum Jahr 2000 deren Assistentin. Von 1988 bis 2004 war sie Solokünstlerin der İzmir Devlet Senfoni Orkestrası.
Im Jahr 1998 wurde sie vom Kulturministerium mit dem Titel „Staatskünstlerin“ ausgezeichnet. Am 5. Juli 2000 heiratete Emeç Özalp Birol und aus dieser Ehe ging eine Tochter namens Selin hervor.
Ihr Vater, Çetin Emeç, wurde 1990 ermordet. Während ihrer musikalischen Karriere hat Emeç zahlreiche Auszeichnungen erhalten und war aktiv in verschiedenen Verbänden tätig.