Biografie
Melek Gençoğlu wurde am 13. Oktober 1959 im Istanbuler Stadtteil Nişantaşı geboren. Im Jahr 1980 schloss sie ihr Studium an der Fakultät für Literatur der Universität Istanbul in den Fächern Sozialanthropologie und Ethnologie ab.
Nach ihrer Ausbildung belegte sie Zusatzkurse in Sozialpsychologie, Allgemeiner und Angewandter Psychologie und absolvierte eine Ausbildung in Pädagogik. Da sie als Psychologielehrerin arbeiten wollte, absolvierte sie ihr Praktikum an der Nişantaşı Mädchenoberschule. Nach acht Jahren in der Buchhaltungsabteilung der türkischen Firma Phillips wandte sie sich der Schriftstellerei zu.
Ihre Bekanntschaft mit Kandemir Konduk führte dazu, dass sie Teil des Drehbuchteams der Serie „Mahallenin Muhtarları“ wurde. Elf Jahre lang war sie als Drehbuchautorin für diese Serie tätig und lernte dort Ece Yörenç kennen. Gemeinsam wechselten die beiden zu Ay Yapım und übernahmen die Drehbuchautorschaft bedeutender Serien in der türkischen Fernsehgeschichte.
Ihre Karriere setzte sie mit Serien wie „Zeynep“ und „24 Saat“ fort. Im Jahr 2006 adaptierte sie den Roman „Yaprak Dökümü“ von Reşat Nuri Güntekin für das Fernsehen und schrieb danach das Drehbuch zur Serie „Dudaktan Kalbe“. Zwischen 2010 und 2011 verfasste sie zusammen mit Ece Yörenç das Drehbuch zur Serie „Fatmagül’ün Suçu Ne?“, die mit den Hauptdarstellern Beren Saat und Engin Akyürek ein bedeutendes Werk wurde.
2014 schrieb sie das Drehbuch zur Serie, die auf dem Roman „Kurt Seyit ve Şura“ von Nermin Bezmen basiert. Melek Gençoğlu unterstützt die Darüşşafaka und hat durch die Übernahme der Ausbildungskosten eines dort studierenden Schülers den Status einer „Veli Bağışçısı“ erlangt. Im Jahr 1981 heiratete sie Aykut Gençoğlu und hat zwei Söhne, Aytuğ (1982) und Ahmet (1986).
2010 wurde sie mit dem Preis für das beste adaptierte Drehbuch bei den İsmail Cem Fernsehauszeichnungen ausgezeichnet.