Biografie
Mikhail Bakunin wurde am 30. Mai 1814 als Sohn einer Aristokratenfamilie im Dorf Piramukhino in der Tver-Gouvernement von Russland geboren. Sein voller Name lautet Mihail Aleksandroviç Bakunin.
Bis zu seinem 14. Lebensjahr lebte er in Piramukhino, bevor er 1828 nach Sankt Petersburg ging, um an der Artillerieakademie eine militärische Ausbildung zu beginnen. Nach seinem Abschluss im Jahr 1832 wurde er als Leutnant dem Kaiserlichen Garde-Regiment in Russland zugewiesen.
In Berlin traf er auf radikale Studenten und schloss sich der sozialistischen Bewegung an. 1844 reiste er nach Paris, wo er Persönlichkeiten wie Proudhon und George Sand kennenlernte. In Paris gründete er gemeinsam mit Karl Marx, Ludwig Feuerbach und Arnold Ruge die Zeitung Deutsch-Französische Jahrbücher.
Als Bakunin 1848 nach Paris zurückkehrte, startete er einen Angriff gegen Russland, was zu seiner Ausweisung aus Frankreich führte. Im Jahr 1849 wurde er wegen seiner Beteiligung am Dresdener Aufstand in Deutschland verhaftet und zum Tode verurteilt, doch wurde seine Strafe in lebenslange Haft umgewandelt. 1850 wurde er nach Russland ausgeliefert und in verschiedenen Gefängnissen zu Unrecht festgehalten, bis er 1855 ins östliche Sibirien geschickt wurde.
Während seines Aufenthalts in Sibirien gelang ihm die Flucht, und er reiste nach Japan, von wo aus er in die Vereinigten Staaten und dann nach England gelangte. 1858 heiratete Bakunin Antonina Kwiatkowska, die Tochter eines polnischen Händlers, in Sibirien. 1869 gründete er den Sozialdemokratischen Bund, jedoch trat dieser nicht der Ersten Internationalen bei.
1870 führte er einen gescheiterten Aufstand in Lyon an. Auf dem Haag-Kongress 1872 wurde er durch Karl Marx aus der Internationalen ausgeschlossen. Mikhail Bakunin starb am 1.
Juli 1876 im Alter von 62 Jahren in Bern, Schweiz.