Mithat Paşa

Verheiratet

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Biografie

Mithat Paşa wurde am 18. Oktober 1822 im Herzen des Osmanischen Reiches, in Istanbul, geboren. Er war eine bedeutende Persönlichkeit, die grundlegende Reformen in den Bereichen Finanzen, Verwaltung und Bildung durchführte und von seinem Vater Mehmed Eşref Efendi, der aus der Ulema-Klasse Rumelies stammte, geprägt wurde.

In jungen Jahren erhielt Mithat Koranunterricht, was seine Leidenschaft für Wissen förderte. Mit 13 Jahren begann er seine Karriere im Divan-ı Humayün Kalemi unter dem Pseudonym 'Mithat'. Im Jahr 1840 übernahm er eine Position im Sadaret Mektubi Kalemi und wurde aufgrund seiner Expertise im Finanzwesen bald bekannt. Mit 22 Jahren heiratete er Naibe Hanım und wurde Vater eines Kindes.

Nach dem Krimkrieg im Jahr 1856 wurde Mithat Paşa mit der Überwachung der Gouverneure von Silistre und Vidin betraut, wo er entdeckte, dass die Bulgaren gegen das Osmanische Reich aufbegehrten. Um seine Sprachkenntnisse zu erweitern, reiste Mithat nach Frankreich und hatte die Möglichkeit, bedeutende europäische Städte wie Paris, London, Brüssel und Wien zu besuchen und verschiedene Kulturen kennenzulernen. Nach seiner Rückkehr nach Istanbul im Jahr 1859 wurde er beauftragt, einer Verschwörung nachzugehen, die darauf abzielte, Sultan Abdülmecit zu stürzen. 1864 wurde er zum Gouverneur des Donaulandes ernannt und war dort ein Vorreiter in Bildungsreformen. Im Jahr 1868 wurde Mithat Paşa zum Präsidenten des Şura-yı Devlet ernannt und setzte in dieser Funktion zahlreiche wichtige Reformen um.

1876 wurde er zum Großvezier ernannt, als die Kanun-i Esasi (Verfassung) angenommen wurde, jedoch wurden die Parlamente mit Ausbruch des Osmanisch-Russischen Krieges geschlossen. Letztlich wurde er am 5. Februar 1877 von seinem Amt als Großvezier abgesetzt und sah sich gezwungen, nach Brindisi zu fliehen.

1878 wurde er zum Gouverneur von Syrien und 1880 zum Gouverneur von Aydın ernannt. Während der Ermittlungen zu Abdülaziz' Suizid suchte er Schutz im französischen Konsulat in Izmir und wurde anschließend in den Yıldız-Palast gebracht, wo er verhört wurde. 1881 wurde Mithat Paşa ins Exil nach Taif geschickt, wo er 1884 im Gefängnis erstickt wurde. Mit seinem Mut und seinem reformistischen Geist hinterließ dieser bedeutende Akteur einen bleibenden Eindruck in der Geschichte und gilt als eines der Symbole der Modernisierungsbestrebungen des Osmanischen Reiches.

Das Leben von Mithat Paşa lässt ihn nicht nur als Staatsmann, sondern auch als Visionär in Erinnerung bleiben.

Beziehungsstatus

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NA
- Heute

Todesumstände

Taif