Biografie
Montesquieu wurde am 18. Januar 1689 in der französischen Stadt La Brède geboren. Sein vollständiger Name ist Charles-Louis de Secondat, baron de La Brède et de Montesquieu.
Er war ein französischer Denker und Politologe, der als einer der Begründer der modernen Politikwissenschaft und des zeitgenössischen Verfassungsrechts gilt, insbesondere durch seine Klassifizierung von Regierungsformen und die Theorie der Gewaltenteilung. Montesquieu entstammt einer militärischen Familie; sein Vater Jacques de Secondat diente während des 16. Jahrhunderts dem französischen Königreich.
Im Alter von sieben Jahren verlor er seine Mutter und erhielt durch Erbschaft den Titel des Barons von La Brède. 1700 wurde er in ein Kolleg nahe Paris in Juilly geschickt und begann 1705 sein Jurastudium an der Universität Bordeaux. Nach 20 Jahren intensiver Arbeit verfasste Montesquieu sein Werk "De l'esprit des lois" (Über den Geist der Gesetze), in dem er die Bedeutung der Trennung von Legislative, Exekutive und Judikative betont.
Im Jahr 1715 heiratete er Jeanne de Lartigue; im darauffolgenden Jahr erbte er den gesamten Besitz und Titel seines verstorbenen Onkels. Sein 1721 veröffentlichtes Werk "Persische Briefe" stellte eine der ersten kritischen Auseinandersetzungen mit den politischen Verhältnissen in Frankreich dar. 1734 veröffentlichte er "Über die Ursachen des Ruhms und der Verrohung der Römer" und 1748 sein Hauptwerk "Der Geist der Gesetze", das sowohl in Frankreich als auch in anderen Teilen Europas großen Einfluss ausübte.
Montesquieu verstarb am 10. Februar 1755 in Paris im Alter von 66 Jahren.