Muazzez İlmiye Çığ

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Biografie

Muazzez İlmiye Çığ wurde am 20. Juni 1914 in Bursa geboren. Ihre Familie hat tatarische Wurzeln aus der Krim und emigrierte mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs von Bursa nach Çorum.

Ihre schulische Ausbildung begann sie an einer Privatschule und trat 1926 in die Mädchenlehranstalt ein. Nach ihrem Abschluss im Jahr 1931 begann sie zu unterrichten. 1935 immatrikulierte sie sich an der Fakultät für Linguistik und Geschichte-Geografie in Ankara im Fachbereich Sumerologie und schloss 1940 ihr Studium ab.

Nach ihrem Abschluss arbeitete sie im Archäologischen Museum in Istanbul, wo sie ein Archiv mit 74.000 Keilschrifttexten in sumerischer, akkadischer und hurritischer Sprache einrichtete. 1940 heiratete sie Kemal Çığ und wurde Mutter von zwei Töchtern. 1957 nahm sie am Kongress der Orientalisten in München teil und führte 1960 Forschungsarbeiten an der Universität Heidelberg durch.

Obwohl sie 1972 in den Ruhestand ging, setzte sie ihre Arbeiten fort. 1988 nahm sie am Asrologie-Kongress in Philadelphia teil und übersetzte ein wichtiges Buch. Im Jahr 1993 schrieb sie ein Buch für Kinder.

2000 erhielt sie den Ehrendoktorgrad der Universität Istanbul. Muazzez İlmiye Çığ verfasste dreizehn Bücher sowie zahlreiche wissenschaftliche Artikel über die sumerischen und hurritischen Kulturen. 2007 wurde sie in ihrem Buch "Vatandaşlık Tepkilerim" wegen des Vorwurfs, die Öffentlichkeit zu Hass und Feindseligkeit zu incitieren, angeklagt, jedoch freigesprochen.

Am 17. November 2024 starb sie im Alter von 110 Jahren in der Gemeinde Mezitli in Mersin.

Todesumstände

Mezitli, Mersin