Biografie
Muhammed Dahlan wurde am 29. September 1961 in der Stadt Khan Yunis in Palästina geboren. Mit 64 Jahren gilt er als einer der Wegbereiter der Jugendbewegung von Fatah.
Zwischen 1981 und 1986 wurde er elf Mal von Israel festgenommen und verbrachte während dieser Zeit Zeit in Gefängnissen. Nach seiner Haftentlassung schloss er sein Studium der Betriebswirtschaft an der Islamischen Universität Gaza ab. Er gehörte zu den führenden Persönlichkeiten der ersten palästinensischen Intifada, die 1987 begann.
1988 wurde Dahlan ins Exil nach Jordanien geschickt und lebte in Städten wie Amman, Kairo, Bagdad, Libyen und Tunis, wo er der Palästinensischen Befreiungsorganisation beitrat. Im Rahmen der Oslo-Vereinbarungen von 1993 nahm er an der palästinensischen Delegation teil und kehrte 1994 nach Palästina zurück. Dort war er als Sicherheitschef der Geheimdiensteinheit für innere Sicherheit im Gazastreifen tätig.
Im Jahr 2004 wurde er als einer von fünf möglichen Nachfolgern für die palästinensische Führung nach dem Tod von Yassir Arafat betrachtet. Er diente als Innenminister, trat jedoch 2001 zurück. 2007 geriet er in einen Machtkampf mit der Hamas im Gazastreifen, was zur Rückzugs von Fatah aus Gaza führte.
Später verließ er Palästina aus gesundheitlichen Gründen und kehrte nach Kairo zurück, wo er bis heute lebt. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.