Biografie
Musahipzade Celal wurde am 31. August 1868 im Stadtteil Cihangir in Istanbul geboren. Sein ursprünglicher Name ist Mahmud Celaleddin.
Musahipzade Celal ist der Sohn von Musahipzade Ali Bey, einem Hauptschreiber der Gazhane, und Fıtnat Ecibe Hanım. Sein Großvater war İzzet Şakir Ağa, ein Musahip und Komponist zur Zeit von Sultan Selim III. Durch das 1935 eingeführte Nachnamengesetz erhielt er den Nachnamen Musahipzade und wurde unter diesem Namen bekannt.
Nach der Zweiten Meşrutiyet trennte er sich 1908 von seiner Tätigkeit als Schriftführer im Tercüme Odası und widmete sich ausschließlich dem Verfassen von Theaterstücken. Zwischen 1917 und 1923 war er erneut im Staatsdienst tätig und ging 1923 als Kämmerer in Üsküdar in den Ruhestand. Nach seiner Pensionierung wurde er zum Evkaf-Museum eingeladen, wo er eine Sammlung von Kopfbedeckungen zusammenstellte.
Musahipzade Celal veröffentlichte 1909 sein erstes Stück „Türk Kızı“ und inszenierte anschließend 1912 das historische Werk „Köprülüler“. In den Jahren 1927 bis 1937 erlangte er große Popularität, indem er in seinen Werken die osmanische Geschichte und das soziale Leben thematisierte. 1935 wurde er zum Bibliothekar des Stadtteater ernannt und erfüllte diese Aufgabe bis zu seinem Tod.
Musahipzade Celal starb am 20. Juli 1959 in Istanbul im Alter von 91 Jahren. Die Üsküdar-Bühne der Istanbul-Stadtspiele trägt seinen Namen.