Biografie
Nadir Nadi Abalıoğlu wurde am 23. Juni 1908 in Fethiye, Türkei, geboren und starb am 20. August 1991.
Der türkische Journalist und Schriftsteller Nadir Nadi war Chefredakteur der Cumhuriyet Zeitung und gehörte viele Jahre dem Vorstand der Zeitung an. Seine journalistische Karriere begann er, indem er während seines Aufenthalts im Ausland Nachrichten für die Cumhuriyet Zeitung per Telegraph übermittelte. Nach seiner Rückkehr nach Istanbul arbeitete er in verschiedenen Abteilungen der Zeitung und verfasste Kolumnen.
Zwischen 1938 und 1941 unterrichtete er Sozialwissenschaften an der Galatasaray-Oberschule, von der er selbst absolviert hatte. Nach dem Tod seines Vaters Yunus Nadi Abalıoğlu übernahm er 1945 die Leitung der Cumhuriyet Zeitung und war von 1945 bis 1991 Chefredakteur. Nadir Nadi war von 1950 bis 1954 unabhängig gewählter Abgeordneter für Muğla und von 1954 bis 1957 für Istanbul im türkischen Parlament (TBMM).
Zudem wurde er als unabhängiger türkischer Delegierter in den Europarat gewählt und war sechs Jahre lang in dieser Funktion tätig. Auch im literarischen Bereich hinterließ er Werke wie „Sokakta Gürültü Var“, „Atatürk İlkeleri Işığında Uyarmalar“, „Perde Aralığından“, „İki Sovyet Rusya - İki Polonya“, „27 Mayıs'tan 12 Mart'a“, „Olur Şey Değil“, „Ben Atatürkçü Değilim“ und „Dostum Mozart“. Im Jahr 1988 wurde er von der TÜYAP Buchmesse zum Ehrenautor gewählt.