Biografie
**Geburtsdatum:** 15. September 1929 **Sterbedatum:** 25. Oktober 2000 **Alter bei Tod:** 71 Jahre **Beruf:** Regisseur, Drehbuchautor **Geburtsort:** Kasımpaşa, Istanbul Nejat Saydam wurde vor allem durch die Filmreihe „Küçük Hanımefendi“, basierend auf den Romanen der Schriftstellerin Muazzez Tahsin Berkant, bekannt.
Er wurde am 15. September 1929 in Kasımpaşa, Istanbul, geboren und schloss die Taksim Männerschule ab. Seine Karrire im Theater begann er im Eminönü Halkevi Theater.
Im Jahr 1946 trat er dem Istanbul Stadtteater bei und spielte in vielen Stücken, darunter „Gök Korsan“ (1946), „Deli Saraylı“ (1950), „Çemberler“ (1952), „Tartuffe“ (1953), „Her Şeye Rağmen“ (1954), „Mahallenin Romanı“ (1955) und „Annemi Hatırlıyorum“ (1955). 1957 begann er mit dem Film „Kin“, für den er selbst das Drehbuch schrieb, seine Karriere als Regisseur. Zwischen 1961 und 1964 arbeitete er für die Birsel Filmgesellschaft von Özdemir Birsel und von 1964 bis 1976 für Acar Film unter Murat Köseoğlu. Aufgrund dessen wurde er im türkischen Kino als „Beamtenregisseur“ bekannt.
Nejat Saydam verfasste in der Regel die Drehbücher seiner Filme selbst. Er konzentrierte sich auf Literaturverfilmungen und passte Werke wie Nihat Sami Banarlıs „Kızıl Çağlayan“ in „Bu Vatan Bizimdir“ (1958), Samim Kocagöz' „Kalpaklılar“ (1959) und Muazzez Tahsin Berkant's „Bülbül Yuvası“ (1961), „Küçük Hanımefendi“ (1961), „Gençlik Rüzgârı“ (1964), „Garip Bir İzdivaç“ (1965) sowie „Sarmaşık Gülleri“ (1968) für die Leinwand um. Im Jahr 1972 erhielt er für den Film „Dinmeyen Sızı“, in dem Esen Püsküllü und Salih Güney in den Hauptrollen zu sehen waren, den Preis für den besten Regisseur beim 10. Antalya Goldenen Orangen Filmfestival.
Sein Film „Mahpus“ (1973), basierend auf einem Interview von Halit Çapın, wurde beim 5. Adana Goldenen Koza Filmfestival als drittes bestes Werk ausgezeichnet. In den 1980er Jahren wandte sich Saydam Fernsehserien zu und führte Regie bei Produktionen wie „Fethin Mucizesi“ (1984), „Aşkın Gözü Kördür“ (1985) und „İstiklal“ (1986).
1997 wurde er beim 34. Antalya Goldenen Orangen Filmfestival mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Nejat Saydam hinterließ mit über 80 geschriebenen Drehbüchern und 128 Regiearbeiten einen bedeutenden Fußabdruck im türkischen Kino. Darüber hinaus war er in einer frühen Phase seiner Karriere in drei Filmen als Schauspieler tätig.
Er zählt zu den Regisseuren, die Werke von Autoren wie Orhan Kemal und Peyami Safa erfolgreich ins türkische Kino übertrugen. Mit seiner Frau Türkan Saydam hatte er zwei Kinder, Sabri Saydam (geb. 1961) und Sanlı Saydam (geb.
1967). Nejat Saydam starb am 25. Oktober 2000 in Istanbul an Herzinsuffizienz im Alter von 71 Jahren. **Auszeichnungen:** 1973 - 10.
Goldener Orange Filmfestival - „Bester 2. Film“ - „Dinmeyen Sızı“ 1973 - 10. Goldener Orange Filmfestival - „Bester Regisseur“ - „Dinmeyen Sızı“ 1997 - 34.
Goldener Orange Filmfestival – Ehrenpreis für das Lebenswerk **Filme und Serien:** **Schauspieler:** 1961 - „Dolandırıcılar Şahı“ 1954 - „Aramızda Yaşayamazsın“ 1953 - „Hıçkırık“ **Drehbuch:** 1994 - „Sevmek Seninle Güzel“ 1994 - „İkimiz De Sevmiştik“ 1993 - „İstanbul'un Orta Yeri“ 1993 - „Çöplükler Kraliçesi“ 1989 - „Beni Bende Bitirdiler“ 1988 - „Toprağın Gücü“ 1988 - „Acı Su“ **Regisseur:** 2000 - „Zonta“ 1995 - „Yalı“ (TV-Serie) 1994 - „İkimiz De Sevmiştik“ 1993 - „İstanbul'un Orta Yeri“ 1993 - „Hayri Beyin Son Aşkı“ 1989 - „Beni Bende Bitirdiler“ Nejat Saydam bleibt eine bedeutende Figur des türkischen Kinos, bekannt für seine Fähigkeit, literarische Werke erfolgreich auf die Leinwand zu bringen.