Biografie
Nejla Kurul ist die Präsidentin der Gewerkschaft der Erzieherinnen und Erzieher (Eğitim Sen) und eine Akademikerin. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Eskişehir, Istanbul, Konya und Deutschland. 1985 schloss sie ihr Studium an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Ankara im Bereich Bildungsmanagement und -planung ab.
In den folgenden 30 Jahren war sie an derselben Universität tätig und leistete bedeutende Beiträge im Bildungsbereich. Von 1994 bis zu deren Auflösung im Jahr 2001 war sie Mitglied des Vorstands der Gewerkschaft der Hochschullehrer (ÖES) und trat anschließend Eğitim Sen bei. In den Jahren 2000-2001 arbeitete sie als Gastdozentin an der Universität von Wisconsin, wo sie Forschung zur politischen Ökonomie der Hochschulbildung betrieb.
Zudem war sie eine Zeit lang im Hochschulbüro von Eğitim Sen tätig. Nejla Kurul hat zahlreiche Artikel zu den Themen Bildung, Wissenschaft und Politik veröffentlicht und verschiedene Bücher verfasst. Zu ihren Werken gehören Titel wie „Globalisierung und Universitäten“, „Wem dient der Bologna-Prozess?“, „Bildungsfinanzierung“ und „Eine andere Bildungsgeschichte“.
Am 7. Februar 2017 wurde sie aufgrund ihrer Unterstützung für den Frieden durch das Dekret Nr. 686 von der Universität ausgeschlossen.
Im Jahr 2020 wurde sie auf dem 11. ordentlichen Kongress von Eğitim Sen zur Vorsitzenden gewählt. Ihre offiziellen Social-Media-Profile auf Twitter und Instagram sind unter dem Benutzernamen @nejlakurul aktiv.