Biografie
Neşe Karaböcek wurde am 1. April 1947 im Istanbuler Stadtteil Yeşilköy geboren. Mit bürgerlichem Namen Neşecan Göktürk ist die Künstlerin bulgarischer Herkunft väterlicherseits.
Ihre Familie besteht aus Hüseyin Orhan Göktürk, dem Rechnungsführer der TCDD sowie ihrer Mutter Arife Göktürk, die als Hausfrau tätig war. Neşe verbrachte ihre Kindheit in Ankara und Istanbul. Nachdem die Familie 1950 nach Ankara gezogen war, brachte ihre Mutter sie zum Kinderchor des Radiosenders Ankara.
Dort wurden ihre Talente in jungen Jahren entdeckt und ihr Interesse an Theater und Musik wuchs. Mit 3,5 Jahren wurde Neşe in das Staatstheater aufgenommen, wo sie ihre erste Rolle als „singender Vogel“ spielte. Später übernahm sie die Hauptrollen in zwei Stücken von Mümtaz Zeki Taşkın und hatte in dieser Zeit die Gelegenheit, Präsident İsmet İnönü zu treffen.
Nachdem sie zur Staatsoper zugelassen wurde, erhielt sie eine Ausbildung als Sopran und trat in zahlreichen bedeutenden Opern auf. Mit 7 Jahren nahm sie ihre erste Schallplatte auf und begann ihre Musikkarriere. Neşe Karaböcek hat insgesamt 18 Gold-45er-Platten gewonnen und zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wodurch sie einen wichtigen Platz in der türkischen Musikszene einnimmt.
1981 gründete sie die Musikgesellschaft Altın Plak und ließ sich 1991 in den USA nieder. Nach 20 Jahren kehrte sie nach Türkei zurück und setzte ihre künstlerische Laufbahn fort. 2011 eröffnete Neşe in Istanbul eine Ausstellung mit ihren eigenen Gemälden und veröffentlichte ein Buch über Pflanzen.
Sie war zweimal verheiratet und hat aus der ersten Ehe einen Sohn sowie aus der zweiten Ehe ebenfalls einen Sohn. Während ihrer künstlerischen Karriere gewann sie viele Auszeichnungen und leistete bedeutende Beiträge zur türkischen Musik.