Nevit Kodallı

Komponist
Verheiratet

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Biografie

Nevit Kodallı wurde am 12. Januar 1925 in Mersin als das jüngste von fünf Kindern geboren. Seine Mutter Melek Hanım stammt aus einer Familie aus Kreta, während sein Vater Rıfat Bey, Direktor der Ziraat Bankası, war.

Seine musikalische Karriere begann er mit Unterricht von seinem älteren Bruder Hayri Kodallı, der Violine und Violoncello spielte. Nach dem Abschluss der Mittelschule in Mersin im Jahr 1939 trat er in die Kompositionsabteilung des Ankara Staatlichen Konservatoriums ein, wo er mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Necil Kazım Akses, Ferhunde Erkin, Ernst Preatorius und Hasan Ferit Alnar arbeitete. 1945 wurde sein Werk „Sechs Stücke für Streichinstrumente“ im Ankara-Rundfunk aufgeführt.

1948 gewann er den von dem Ministerium für nationale Bildung veranstalteten Europäischen Wettbewerb, der ihn nach Frankreich führte, wo er bei Arthur Honegger und Jean Fornet studierte. Nach seiner Rückkehr in die Türkei im Jahr 1953 begann er, als Kompositionslehrer am Ankara Staatlichen Konservatorium zu unterrichten. 1981 erhielt er den Titel des Staatlichen Künstlers und wurde 1985 zum Professor ernannt.

Kodallı trug zur Ausbildung vieler bekannter Komponisten bei und war von 1989 bis 1993 Vorsitzender der Abteilung für Musik und Musikwissenschaft. Er ist bekannt für Werke wie das „Atatürk-Oratorium“, die „Gilgamesh-Oper“, die „Vincent Van Gogh-Oper“ und das „Hürrem-Sultan-Ballett“. Im Jahr 1960 heiratete er Olcay Şıhman und aus dieser Ehe gingen zwei Söhne, Nihat und Murat, hervor.

Murat Kodallı folgte wie sein Vater der musischen Laufbahn. Nevit Kodallı verstarb am 1. September 2009 im Alter von 85 Jahren infolge eines Herzinfarkts in Mersin, im Landkreis Erdemli.