Biografie
Nicolas Conte wurde am 4. August 1755 als Sohn einer armen Bauernfamilie in Aunou-sur-Orne, Frankreich, geboren. Der Künstler, dessen voller Name Nicolas Jacques Conte lautete, zeigte schon in jungen Jahren sein Talent für die Malerei.
Mit 14 Jahren arbeitete er in einem Krankenhaus in der Nähe von Sees, wo er seine Malfähigkeiten weiterentwickelte. Sein eigentlicher Ruhm jedoch kam nicht von seiner Malerei, sondern von dem von ihm erfundenen Bleistift. Im Jahr 1795 erfand er eine neue Art von Stift, indem er Grafitstaub mit Ton mischte, und erhielt dafür ein Patent.
Dieser Bleistift wurde entwickelt, um das zu jener Zeit in Frankreich herrschende Grafitproblem zu lösen. Aufgrund politischer Spannungen konnte das aus England importierte Grafit nicht mehr nach Frankreich gelangen. Conte gelang es, eine neue Stiftvariante unter Verwendung der geringen Mengen an Grafit, die aus lokalen Bergwerken gewonnen wurden, zu produzieren.
Dadurch senkten sich die Kosten für Bleistifte und sie verbreiteten sich rasch. Zudem nahm Conte an Napoléon Bonapartes Ägyptenfeldzug teil und führte dort zahlreiche Erfindungen durch. Für seine Erfolge in der Armee erhielt er Lob von Napoléon.
Allerdings verlor er während eines Experiments mit Gasballons ein Auge. Im Jahr 1802 kehrte er nach Frankreich zurück, wo er verschiedene Ämter übernahm. Er wurde beauftragt, eine Studie über Ägypten zu veröffentlichen, doch er erreichte es nicht, diese zu vollenden und starb am 6.
Dezember 1805 in Paris im Alter von 50 Jahren. Nicolas Conte ging als Wissenschaftler in die Geschichte ein, der die moderne Form des Bleistifts erfand.
Todesumstände
Paris, Fransa