Nijat Özön

Schriftsteller

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Biografie

Nijat Özön wurde am 25. Dezember 1927 in Beyoğlu, Istanbul, geboren und verstarb am 15. Dezember 2010 in Altındağ, Ankara, im Alter von 83 Jahren.

Er war ein Schriftsteller, Linguist und Übersetzer. Nijat Özön gilt als eine Pionierfigur in der türkischen Filmgeschichte, als er die erste Periodikum über das Kino in der Türkei herausgab und das erste Filmlexikon verfasste. Sein Vater war der türkische Literaturhistoriker Mustafa Nihat Özön. 1946 schloss Nijat Özön die Ankara Atatürk High School ab und erwarb 1952 seinen Abschluss im Bereich Türkische Sprache und Literatur sowie Bibliothekswissenschaft an der Fakultät für Sprach-, Geschichts- und Geographiewissenschaften der Universität Ankara.

In seinem linguistischen Schaffen veröffentlichte er Wörterbücher und Enzyklopädien und führte Übersetzungen durch. In den 1960er Jahren unterrichtete er Film an der Hochschule für Presse und Publizistik der Universität Ankara. Von 1978 bis 1980 war Nijat Özön Mitglied des Kulturrates und des "Hohen Kulturrates" des Kulturministeriums. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei Filmfestivals in Istanbul, Ankara und Izmir.

Zudem bereitete er in der französischen Botschaft in Ankara wöchentliche Bulletin vor. Seine schriftstellerische Karriere begann im Dezember 1950 mit einem Aufsatz über die "Neue Italienische Filmschule", der im Magazin "Yağmur ve Toprak" veröffentlicht wurde. Von 1948 bis 1951 erschien das Magazin.

Unter den Pseudonymen "Adnan Ufuk" schrieb er in verschiedenen Zeitschriften und erklärte, dass er dies tat, weil in neueren Zeitschriften viele Autoren namentlich genannt wurden. 1956 veröffentlichte er das umfassendste Nachschlagewerk über das Kino in der Türkei mit dem Titel "Sinema Sanatı" (Kunst des Films) sowie die erste Fachzeitschrift für Film, "Sinema", die beide für theoretische und ästhetische Ansätze zum Film standen. Als der erste Filmhistoriker und Filmtheoretiker in der Türkei wurde er für seinen Fokus auf Form und Ästhetik im Kino bekannt. Nijat Özön war auch für seine klare und direkte Schreibweise geschätzt.

Er äußerte sich kritisch zur Zukunft des türkischen Films und geriet in hitzige Debatten mit Halit Refiğ, während er den vielfach ausgezeichneten Regisseur Metin Erksans Film "Sevmek Zamanı" als westlich orientiert scharf kritisierte. Ab 1951 wurden seine Filmkritiken und -analysen in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, darunter "Yeryüzü", "Beraber", "Pazar Postası", "Ulus", "Akis", "Yön", "Yeditepe", "Türk Dili" und "Devrim". Zusammen mit Halit Refiğ veröffentlichte er 1956 die Zeitschrift "Sinema" sowie Beiträge für die Zeitschrift "Kim". Er verfasste Artikel für das "Arkın Sinema Ansiklopedisi", "Meydan-Larousse" und die "Cumhuriyet Dönemi Türkiye Ansiklopedisi".

Zudem ist er als derjenige bekannt, der hinter Vedat Türkalis Interesse am Film steht; ihre gemeinsame Haftzeit trug dazu bei, dass Türkali später ein Interesse am Film entwickelte. Nijat Özön schilderte seine Haftbedingungen wie folgt: "Ich wurde beschuldigt, Mitglied der Geheimen Kommunistischen Partei zu sein. Aber ich war ein Jahr vorher aus der Partei ausgeschieden... Ich hielt sieben Monate in Untersuchungshaft...

Ich wurde für vier Monate verurteilt, also in der Summe hatte ich drei Monate, die ich vom Staat zurückbekommen müsste." In seinem 1962 erschienen Buch "Türk Sinema Tarihi" (Die Geschichte des türkischen Films) untersuchte er die Entwicklung des Films in der Türkei von der Einführung 1896 bis 1960. Nijat Özön verstarb am 15. Dezember 2010 an Herzbeschwerden im Hacettepe Universitätsklinikum in Altındağ, Ankara, im Alter von 83 Jahren. Zu seinen veröffentlichten Werken zählen unter anderem "Resimli Uygulamalı Dilbilgisi" (1954), "Sinema Sanatı" (1956), "Ansiklopedik Sinema Sözlüğü" (1958), "Türk Sineması Tarihi Dünden Bugüne 1896-1960" (1962) und "Türk Sineması Kronolojisi 1895-1966" (1995).

Seine Übersetzungen umfassen Werke wie "Yurttaş Kane" (Drehbuch, 1965), "Film Duyumu" von Sergei Eisenstein (1984) sowie "Sinema Terimleri Sözlüğü" (1981).