Biografie
Norman Borlaug wurde am 25. März 1914 in Cresco, Iowa, USA, geboren und verstarb am 12. September 2009 im Alter von 95 Jahren in Dallas, Texas, USA.
Als Agrarwissenschaftler ist Borlaug als Vater der „Grünen Revolution“ bekannt und entwickelte revolutionäre Methoden in der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert. Er studierte Pflanzenbiologie an der Universität Minnesota und erwarb dort auch einen Doktortitel in Pflanzenpathologie.
Von 1944 bis 1960 arbeitete er als Forscher im Mexikanischen Agrarprogramm der Rockefeller-Stiftung, wo er sich auf die Züchtung von Getreidepflanzen konzentrierte. Die von ihm entwickelten halbdwüchsigen mexikanischen Sorten produzierten zwei- bis dreimal so viele Samen wie die Standardarten, und Borlaugs Arbeit führte dazu, dass die Weizenproduktion in Mexiko sich verdreifachte; 1963 stammten 95 % des im Land angebauten Weizens aus seinen Zuchtprogrammen. Anschließend brachte Borlaug seine Arbeiten auch nach Indien und Pakistan, wo er die Weizenerträge erheblich steigern konnte.
Zwischen 1960 und 1990 verdoppelte sich die Nahrungsmittelproduktion in Asien, Afrika und Lateinamerika. Borlaug entwickelte krankheits- und dürreresistente Getreideprodukte mit Hilfe der Biotechnologie. 1970 erhielt er den Friedensnobelpreis und wurde zudem mit der Kongressgoldmedaille und der Präsidentenmedaille für Freiheit ausgezeichnet.
1937 heiratete er Margaret Borlaug, mit der er drei Kinder hatte: Scotty Borlaug, William Borlaug und Norma Jean Laube. Im Jahr 1986 initiierte Borlaug den Welt-Nahrungsmittelpreis und beteiligte sich als Berater an zahlreichen Sitzungen und Komitees zu den Themen Landwirtschaft, Bevölkerungssteuerung und Nahrungsressourcen.