Biografie
Nurullah Ataç wurde am 21. August 1898 in Istanbul geboren und verstarb am 17. Mai 1957 im Alter von 59 Jahren.
Er gilt als einer der ersten Autoren und Kritiker, die im modernen Sinne in der türkischen Literatur Essays verfasst haben. Seinen Bildungsweg begann er an der Ankara Orta Öğretim Mektebi, bevor er an der Hochschule für Fremdsprachen der Universität Istanbul und am Gazi Erziehungsinstitut weiter studierte. Seine Lehrerkarriere setzte er am Atatürk-Lyzeum in Ankara fort und arbeitete außerdem als Übersetzer für das Präsidialamt.
Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1951 übte er diese Funktion aus und übernahm danach die Leitung der Publikationsabteilung der Türkischen Sprachgesellschaft. Seine schriftstellerische Laufbahn begann 1921 mit Gedichten und Artikeln, die in der von Yahya Kemal Beyatlı geleiteten Zeitschrift Dergâh veröffentlicht wurden. Später konzentrierte er sich ausschließlich auf Essays und Kritik.
Ataç beschäftigte sich mit der alten türkischen Literatur sowie der zeitgenössischen westlichen Literatur und suchte nach einer neuen Kultur, Literatur und Sprache. Er schlug ein Modell der westlichen Orientierung vor, das die nationale Identität in der Türkei bewahrt und setzte sich für die Freie Versform gegenüber der alten Lyrik sowie für die Identität des Türkischen gegenüber der alten Sprache ein. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören Titel wie „Sözden Söze“, „Karalama Defteri“, „Ararken“, „Diyelim“, „Söz Arasında“, „Okuruma Mektuplar“, „Günce“, „Prospero ile Caliban“ und „Söyleşiler“.
Ataç heiratete 1926 Leman Ataç, mit der er eine Tochter namens Meral Ataç Tolluoğlu bekam. Er wird als einer der Pioniere der impressionistischen Kritik in der türkischen Literatur angesehen.