Biografie
Odilon Redon wurde am 20. April 1840 in Bordeaux, Frankreich, geboren und war ein französischer Symbolist der Malerei. Seine künstlerische Karriere begann er in jungen Jahren und bewies früh sein Talent.
Unter der Anleitung seines ersten Lehrmeisters Stanislas Gorin erlernte er das Handwerk, indem er die Werke von Eugène Delacroix kopierte. Doch auf Wunsch seines Vaters begann er ein Architekturstudium, das er jedoch nicht erfolgreich abschließen konnte, sodass er zu seiner wahren Leidenschaft, der Malerei, zurückkehrte. Durch seine Bekanntschaft mit dem Botaniker Armand Clavaud entwickelte Redon ein Interesse an Wissenschaft und Literatur und wurde von Charles Darwins Evolutionstheorie sowie den Forschungen von Louis Pasteur über Mikroben beeinflusst.
1861 reiste er nach Spanien, wo er weiterhin malte, und 1862 schuf er sein erstes anerkanntes Werk, „Roland à Roncevaux“. Nach seiner Rückkehr nach Bordeaux im Jahr 1863 traf er auf Rodolphe Bresdin und wandte sich unter seinem Einfluss dem Mystizismus zu. 1864 zog er nach Paris, um an der École des Beaux-Arts zu studieren, und begann 1865 mit der Schaffung seiner „eaux-fortes“ Serie.
Die Ausbrüche des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1870 unterbrachen sein künstlerisches Schaffen, doch nach dem Krieg kehrte er nach Paris zurück und widmete sich der Lithografie. Der Tod seines Vaters 1874 und die damit verbundenen familiären Verluste führten zu einer melancholischen Phase in seinem Leben. 1891 wurde seine Serie „Rêves“ ausgestellt, und er pflegte enge Beziehungen zu Paul Gauguin.
1903 erhielt er das Légion d'Honneur und 1913 war er der Künstler mit den meisten ausgestellten Werken auf der New Yorker Armory Show. Odilon Redon verstarb am 6. Juli 1916 in Paris.
Seine Werke tragen eine tiefgründige Bedeutung und hinterfragen das gemeinsame Schicksal, die Existenz und die Psychologie der Menschheit.