Olga Tokarczuk

Schriftsteller

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Biografie

Geburtsdatum: 29. Januar 1962. Wie alt ist Olga Tokarczuk? 63 Jahre.

Beruf: Psychologin, Schriftstellerin. Geburtsort: Sulechów, Polen. Sie gewann den Nobelpreis für Literatur im Jahr 2018.

Olga Tokarczuk wurde am 29. Januar 1962 in Sulechów, Polen, als Tochter von Wanda Slabowska, einer Lehrerin, und Józef Tokarczuk geboren. Durch ihren Vater, der neben dem Lehrerberuf auch in einer Bibliothek arbeitete, kam sie schon in jungen Jahren mit Büchern in Berührung, was den Beginn ihrer literarischen Reise markierte.

Ihre Kindheit verbrachte sie im Dorf Klenica, in der Nähe von Zielona Góra, wo ihre Eltern an einer Volkshochschule unterrichteten. Später zog die Familie nach Kietrz im Oppelner Land, wo sie die CK Norwid Oberschule besuchte. Olga Tokarczuk studierte Psychologie mit klinischer Spezialisierung an der Universität Warschau.

Während dieser Zeit arbeitete sie freiwillig in einer psychiatrischen Klinik. 1985 erhielt sie ihren Masterabschluss. Anschließend arbeitete sie von 1986 bis 1989 in der Klinik für psychische Gesundheit in Wałbrzych.

Bevor sie ihre literarische Karriere begann, war Olga Tokarczuk als Psychologin an der Universität Warschau tätig und beschäftigte sich mit den Arbeiten des Gründers der analytischen Psychologie, Carl Jung. Olga Tokarczuk ist mit Roman Fingas verheiratet und hat einen Sohn namens Zbyszko Fingas, geboren 1986. 1998 gründete sie zusammen mit ihrem Mann den Verlag "Ruta", dessen Leitung sie bis 2004 innehatte.

Seit 2008 unterrichtet sie Kreatives Schreiben an der Universität Oppeln und organisiert Prosa-Workshops an der Jagiellonen-Universität in Krakau. Politisch ist Olga Tokarczuk als Umweltaktivistin und Vegetarierin engagiert und unterstützt zudem die Rechte von Tieren. Seit 2004 ist sie Mitglied der Polnischen Grünen Partei.

Ihr 2009 veröffentlichtes Buch "Prowadź swój pług przez kości umarłych", ein ökologischer Thriller, trug dazu bei, Tokarczuks Bekanntheit weltweit weiter zu steigern. Der Roman erzählt die Geschichte einer älteren Frau, die in einer Gemeinschaft im Wald die Morde an Menschen und Tieren untersucht und sich mit dem Bündnis von Macht, Geld und Patriarchat auseinandersetzt. Olga Tokarczuk ist bekannt für ihre Geschichten, die Gegensätze wie Natur und Kultur, Vernunft und Wahnsinn sowie Männlichkeit und Weiblichkeit sowie deren Übergänge thematisieren.

Für ihren Roman "Bieguni" erhielt sie 2018 den Man Booker International Prize. Dieses ursprünglich 2007 unter dem Titel "Bieguni" veröffentlichte Buch wurde 2018 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet und ins Englische als "Flights" übersetzt. In die türkische Sprache wurde es 2016 von Neşe Taluy Yüce unter dem Titel "Koşucular" übersetzt.

Den im Jahr 2018 verliehenen Nobelpreis für Literatur konnte sie aufgrund eines Skandals nicht sofort entgegennehmen, erhielt ihn jedoch am 10. Oktober 2019. Ihre Werke umfassen: 1989 - "Miasto w lustrach" (Die Stadt in den Spiegeln), 1993 - "Podróz Ludzi Ksiegi" (Die Reise der Buchmenschen), 1995 - "EE", 1996 - "Prawiek i inne czasy" (Urzeit und andere Zeiten), 1997 - "Szafa" (Der Schrank), 1998 - "Dom dzienny, dom nocny" (Taghaus, Nachtshaus), 2000 - "Opowiesci wigilijne" (Weihnachtsgeschichten), 2000 - "Lalka i pearl" (Puppe und Perle), 2001 - "Gra na wielu bebenkach" (Einige Trommelkonzerte), 2004 - "Ostatnie historie" (Die letzten Geschichten), 2006 - "Anna In w grobowcach swiata" (Anna in den Gräbern der Welt), 2007 - "Bieguni" (Flüchtige), 2009 - "Prowadź swój pług przez kości umarłych" (Führe deinen Pflug über die Knochen der Toten), 2012 - "Moment niedzwiedzia" (Der Bär-Moment), 2014 - "Ksiegi Jakubowe" (Jakobs Bücher), 2017 - "Zgubiona dusza" (Die verlorene Seele), 2018 - "Opowiadania bizarne" (Seltsame Geschichten), 2018 - "Aç Gözünü Artık Yaşamıyorsun".