Biografie
Oliver Cromwell wurde am 25. April 1599 in Huntingdon, England, geboren. Er entstammte einer wohlhabenden Familie, die im 16.
Jahrhundert durch die Beschlagnahmung von kirchlichem Eigentum zu Reichtum gelangte. Sein Großvater, Sir Thomas Cromwell, spielte eine bedeutende Rolle bei der Gründung der anglikanischen Kirche. Oliver Cromwell studierte an der Universität Cambridge und führte ein frommes Leben im Einklang mit der puritanischen Glaubensrichtung.
Im Jahr 1640 wurde er als Abgeordneter für die Universität Cambridge ins Lange Parlament gewählt, wo er als Führer der Puritaner gegen König Karl I. kämpfte. Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs begann er seine militärische Laufbahn als Offizier in der Parlamentarischen Armee und gründete eine disziplinierte Truppe, die er 'Ironsides' nannte.
1644 feierte Cromwell seinen ersten Sieg und besiegte 1648 König Karl I. Am 30. Januar 1649 wurde König Karl I.
unter Cromwells Führung durch das Parlament hingerichtet. 1653 wurde Cromwell als 'Schutzherr von England, Schottland und Irland' zum absoluten Herrscher des Landes ernannt. Er setzte sich für religiöse Freiheiten ein, zeigte jedoch unter seiner Herrschaft auch einige widersprüchliche Praktiken.
Im Jahr 1658 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, und er starb am 3. September 1658 im Alter von 59 Jahren in London. Nach seinem Tod trat sein Sohn Richard Cromwell an seine Stelle.
Cromwell bleibt in die Geschichte als England erster und letzter Diktator eingehen.