Biografie
Onat Kutlar wurde am 25. Januar 1936 in Alanya geboren. Der talentierte Künstler hat seine Wurzeln in Gaziantep und verbrachte seine Kindheit und Jugend in dieser Stadt.
Nach dem Abschluss seiner Grund- und Sekundarschulausbildung an der Gaziantep-Lisesi entschied er sich, nach Istanbul zu gehen, um Philosophie zu studieren. Dort wählte er jedoch die Architektur an der Akademie der Schönen Künste. Nach einem Jahr in diesem Studiengang setzte er seine Ausbildung an der juristischen Fakultät der Universität Istanbul fort, entschied sich jedoch, nicht zur letzten Prüfung zu gehen und beendete sein Studium.
1961 reiste er nach Paris, um sein Philosophiestudium fortzusetzen. Nach zwei Jahren kehrte er in seine Heimat Türkei zurück. Nach seiner Rückkehr begann Kutlar, für die Zeitschrift Doğan Kardeş zu arbeiten, und startete seine literarische Karriere mit Gedichten und Erzählungen, die 1952 in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht wurden. 1959 veröffentlichte er die Erzählung 'İshak', die ihm einen bedeutenden Platz in der Literaturszene sicherte.
Dieses Werk wurde 1960 mit dem Preis des Türkischen Sprachvereins ausgezeichnet. 1965 gründete er die Türkische Sinematek-Vereinigung und blieb bis 1976 deren Präsident. In der Filmwelt verfasste er bedeutende Drehbücher wie 'Yusuf ile Kenan', 'Hazal' und 'Hakkâri'de Bir Mevsim' und gewann dafür zahlreiche Auszeichnungen.
Im Jahr 1975 wurde er von Polen mit der Kulturmedaille ausgezeichnet. 1985 war er Jurymitglied beim Filmfestival in Berlin und übernahm kurze Zeit später ebenfalls Aufgaben im Organisationsteam des Istanbul Filmfestivals sowie im Exekutivrat der Istanbul Kultur- und Kunststiftung. 1989 gab er eine Anthologie von Gedichten der iranischen Dichterin Füruğ Ferruhzad heraus.
1994 wurde er von der französischen Regierung mit dem Orden 'L'Ordre des Arts et des Lettres' ausgezeichnet. Mehmet Arif Onat Kutlar wurde am 30. Dezember 1994 bei einem Bombenanschlag auf das Marmara Hotel schwer verletzt und starb am 11. Januar 1995.
Nach seinem Tod wurden zwei Bücher mit seinen in der Cumhuriyet-Zeitung veröffentlichten Artikeln herausgegeben. Kutlar heiratete 1964 und hatte aus dieser Ehe zwei Söhne. Ab 1989 teilte er sein Leben mit Filiz Kutlar.
Familie
Beziehungsstatus
Todesumstände
İstanbul