Otto Liman von Sanders

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Biografie

Otto Liman von Sanders wurde am 17. Februar 1855 in der polnischen Stadt Slupsk geboren und war ein deutscher General. Während des Ersten Weltkriegs kommandierte er die 5.

Armee des Osmanischen Reiches. Von großer Bedeutung war seine Rolle bei der Modernisierung der osmanischen Armee, und im Jahr 1913 wurde er zum Vorsitzenden einer Kommission ernannt, die zur Ausbildung und logistischen Unterstützung der osmanischen Streitkräfte ins Leben gerufen wurde. Zu den Gründen für die Unzulänglichkeiten der militärischen Reformen im Osmanischen Reich zählen die Schwierigkeiten der Türken, sich an die militärischen Methoden des Westens anzupassen, sowie die mangelnde Koordination in der inneren Verwaltung.

Im Jahr 1914, mit dem geheimen Allianzvertrag zwischen dem Osmanischen Reich und Deutschland, wurde von Sanders zu einer entscheidenden Kraft in den militärischen Entscheidungen des Osmanischen Heeres. Er spielte eine wichtige Rolle in der Schlacht von Gallipoli, insbesondere durch die Erfolge der 19. Division unter Mustafa Kemal Pascha.

Gegen Ende des Krieges wurde er zum Befehlshaber der Osmanischen Sturmtruppen in Palästina ernannt, wo er versuchte, eine Schwächung der osmanischen Streitkräfte zu verhindern. Nach dem Krieg wurde er ins Exil nach Malta geschickt, wo er sechs Monate später freigelassen wurde. 1927 veröffentlichte er seine Erinnerungen mit dem Titel „Fünf Jahre in der Türkei“, in denen er seine Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg schilderte.

Otto Liman von Sanders verstarb am 22. August 1929 im Alter von 74 Jahren in München.